Koreanische Teekultur kennenlernen

Bei einer meinen vorherigen Reisen in Seoul war ich zufällig in einem gut versteckten Teehaus in dem sehr beliebten Stadtteil Insadong, dessen Name sehr poetisch klang 달새는달만생각한다 – Der Mondvogel denkt nur an den Mond. Hier hatte ich die 1. Gelegenheit, mir in Ruhe den leckeren Koreanischen Tee und den traditionellen Teeservice anzuschauen.

Aber ehrlich gesagt war ich etwas überfordert, wusste nicht genau, was ich mit den ganzen Behältern und Tassen tun soll. Man müsste eigentlich  nur das Heißwasser über den Tee gießen, oder nicht 😅? Seitdem möchte ich unbedingt wissen, wie man den Tee hier richtig macht.

Am vergangenen Wochenende kam Endlich eine andere Gelegenheit, mehr über die koreanische Teekultur zu erfahren: wir waren nämlich bei einem Vortrag über den Weg des Tees nach und in Korea, organisiert von Hippie-Korea.

Der Vortrag fing mit der Teezeremonie an. In einem nur mit Waldgeräuschen gefüllten Saal vor einem Pavilion (-hintergrundbild) standen drei niedrige Tische. Hier bereiteten die drei Teemeister Tee nach „Banyaro“-Art zubereiteten. Jeder Bewegung, jeder Vorgang wurde von ihnen in einem sehr eleganten Rythmus mit voller Konzentration und Sorgfalt, aber auch mit Leichtigkeit durchgeführt. Es kam mir wirklich so vor, dass wir uns gerade im Wald an einer Meditationssession teilgenommen hätten. Die Entspannung spürte ich in mir…

Nach der 15-minütlichen Zeremonie erzählte Professor David A. Mason uns über die Geschichte der koreanischen Teekultur. Darüber, wie diese aus China zusammen mit dem Buddhismus nach Korea kam, wie die ersten Teesamen nach Korea „illegal eingeschmuggelt“ wurden, wo sie dann eingesetzt wurden, sowie wer die großen koreanischen Teemeister waren bzw. sind. Prof. Mason hat eine sehr attraktive, lebendige und lustige Art zu erzählen, dass ich die meisten gut verstehen und mir recht gut merken kann.

Noch während der Vorlesung habe ich in meiner Wunschliste ein neues Reiseziel hinzugefügt: Jiri-Berggebiet (지리산) – da, wo der koreanische Tee seinen Ursprung hat.

Zum Schluss der Veranstaltung durften wir zwei Sorten vom frisch geernteten koreanischen Tee probieren – grüner und gelber (fermentierter) Tee. Der grüne Tee war richtig fein, mild und leicht, während der gelbe Tee etwas kräftiger, herber aber auch, wie der grüne Tee, super aromatisch und wunderbar schmeckte.

Für mich war das eine sehr lehrreiche und empfehlenswerte Veranstaltung! Sie macht mich noch neugieriger als vorher. Nun möchte ich auch wissen, welche Bedeutung jede Bewegung, jeder Schritt bei der Zeremonie hat, sowie wie man es so elegant hinbekommt…

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2 Antworten auf „Koreanische Teekultur kennenlernen“

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