Ein Aufenthalt in einem buddhistischen Tempel – 낙산사 (Naksansa) [Gangwon]

Als ich im vergangenen Mai hier in Korea ankam, durfte ich das Laternenfest zum Buddhas Geburtstag erleben und war sehr beeindruckt. Ich wusste nicht, dass das Glauben an Buddha in Korea noch so verbreitet ist. Die Recherche online hat gezeigt, dass der Buddhismus von China auf die Koreanische Halbinsel (damals im Goguryeo-Reich) bereits im 4. Jahrhundert auftrat. Er entwickelte sich als eigene Form weiter und wird heute noch von ca. 15% der Bevölkerung praktiziert. Deshalb kannst du hier im Lande noch zahlreiche Tempel, Buddhastatuen und -kunstwerke finden, sowie an vielen buddhistischen Veranstaltungen teilnehmen.

Ich möchte unbedingt mehr über den koreanischen Buddhismus lernen bzw. erleben, deshalb habe ich mir einen einen Aufenthalt mit Übernachtung im Naksan-Tempel gegönnt.

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Haesugwaneumsang – Riesige Gwaneum-Statue im Naksansa

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Öffentliches Badehaus – 찜질방 – Jjimjilbang

찜질 (jjimjil) bedeutet auf Koreanisch „heißes Bad“, während 방 (bang) ein Zimmer ist. Es ist aber in der Wirklichkeit viel mehr als ein Heißbadzimmer, sondern ein öffentliches Badehaus, das rund um die Uhr geöffnet ist. Viele Koreaner besuchen Jjimjilbang mit Freunden und Familien zum Spaßhaben, oder gehen nach einen langen Arbeitstag zum Entspannen bzw. Sport machen, aber auch nach einem vollem Abendessen zum Ausnüchtern, und manchmal einfach zum Übernachten mit günstigem Preis.

Letztens war ich bei Dragon Hill Spa – ein sehr bekanntes Jjimjilbang in Yongsan Distrikt in Seoul und habe dort eine sehr interessante Erfahrungen gekriegt. Ganz unten findest du meine Tipps, damit deinen Jjimjilbang Besuch ein tolles Erlebnis wird.

Dragon Hill Spa
Dragon Hill Spa
Dekoration im Eingangsbereich

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Namenstempel – 도장

Trotz der modernen digitalen Zeit gibt es in Korea einen „analogen“ Gegenstand, der angeblich seit mehreren tausend Jahren bis heute noch weit verbreitet ist: der Namenstempel – 도장 (dojang).

Nicht nur der Staat, Behörden oder Firmen, sondern auch Privatpersonen besitzen meistens einen Namenstempel. Der Stempel wird häufig statt Unterschrift bei Banktransaktionen, von Konto öffnen, Kreditkarte beantragen bis Immobilien kaufen, eingesetzt. Im „Mein Korea-Tagebuch: Zwei verrückte Jahre in Seoul“ berichtete der Author Baldur Zinnes auch von seinen Erfahrungen, dass die koreanische Bank keine Vollmacht akzeptierte, wie in Deutschland, sondern nur seinen Namenstempel. Deshalb tragen viele Koreaner ihren heute noch bei sich.

Für Koreaner zeigt ein Namenstempel gleichzeitig die Identität und den Status des Besitzes. Reiche oder hochrangige Personen lassen ihren Stempel aus teurem hochwertigen Materialien (Jade, Gold oder Silber) mit speziellem Stempelkopf herstellen. Normale Leute haben Stempel aus Stein, Holz oder mittlerweile auch aus Kunststoff. Manche tragen ihren Stempel auch als ein Amulett, um Schlechtes zu vermeiden.

Am Wochenende habe ich in dem Kurs für „Koreanischen Stempel selbst machen“ vieles darüber gelernt und auch meinen koreanischen Namenstempel aus Stein selbst graviert.

Was man alles hierfür braucht: einen Stein, einen Halter, ein Graviermesser, ein Handschuh, Papier und einen Stift. Und natürlich auch jemanden, der dir die Technik zeigt.

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Tag der Eltern – 어버이날 – 8. Mai

Am Wochenende und heute habe ich sehr viele kleine Blumenstände auf der Straße gesehen. Sie haben sehr schöne Blumensträuße, aber hauptsächlich sind das rote oder rosafarbige Nelken. „Wieso das?“ – habe ich meine Freunde hier mal gefragt.

Und zwar, am 8. Mai ist in Korea „Tag der Eltern“ – auf Koreanisch „어버이날“, quasi eine Kombination von Mutter- und Vatertag. Ähnlich wie in Deutschland, stehen die Eltern am heutigen Tag im Mittepunkt. Ihre Kinder zeigen ihnen Liebe, Respekt, Dankbarkeit, und auch das Versprechen, sie zu schützen, wie sie es immer für ihre Kinder tun. Traditionell werden in Korea roten Nelken an die Eltern verschenkt.

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